Wolff: „Städte sollten sich eine digitale Agenda geben“

Hartfrid Wolff am 4.12.2019 in Grunbach. Foto: Kiessling

Das Konzept der Smart City oder der digitalen Stadt ist wünschenswert und bringt den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft viele Vorteile. In Baden-Württemberg ist allerdings noch ein weiter Weg zurückzulegen, bis sich dieses Konzept flächendeckend durchsetzt, weil es noch an digitaler Infrastruktur und an Handlungskonzepten mangelt.

Dies wurde bei einer Veranstaltung der FDP-Ortsverbände Remshalden und Schorndorf im liberalen Grunbacher Traditionslokal „Hirsch“ am 4.12.2019 deutlich, bei der FDP-Regionalrat Hartfrid Wolff die Smart City-Initiative seines Arbeitgebers KPMG vorstellte. Wolff ist der Koordinator dieser Initiative.

Unter einer Smart City verstehen Experten eine Stadt, die digitale Technologien für Verwaltung, Wirtschaft, Stadtplanung, bürgerschaftliches Engagement, Gesundheitsversorgung, Sicherheit, Energie, Bildung und Verkehr systematisch nutzbar macht. „Es geht um ganzheitliche Entwicklungskonzepte, die Städte effizienter, fortschrittlicher, nachhaltiger und sozialer machen“, erläuterte Wolff. „Ein Gelingen der Energiewende ist zum Beispiel ohne Digitalisierung gar nicht denkbar und möglich.“

„Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg sollten sich eine digitale Agenda geben, um den Anschluss nicht zu verlieren“, so Wolff. Es gehe um die Themen digitale Infrastruktur wie WLAN-Zugang und 5G, digitale Prozesse in der Verwaltung beispielsweise beim Großprojektmanagement, digitale Vernetzung zum Beispiel beim Energiemanagement und Künstliche Intelligenz.

„Als Liberale müssen wir immer sicherstellen, das Prozesse im Sinne der Bürgerinnen und Bürger sowie der Wirtschaft einfacher und effizienter werden, gleichzeitig aber rechtsstaatliche Standards eingehalten werden“, betonte Wolff.