Ulrich Goll MdL: Planungsstopp für Windkraft-Projekt auf der Buocher Höhe

Wertverlust von Immobilien befürchtet

Prof. Dr. Ulrich Goll MdL

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Der Waiblinger FDP-Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Ulrich Goll fordert einen Planungsstopp für das Windkraft-Projekt auf der Buocher Höhe. „In der Gesamtabwägung sprechen mehr Argumente gegen als für das Projekt“, begründet Goll seine ablehnende Haltung.

Baden-Württemberg sei kein ertragreicher Windkraftstandort. Deshalb mache es energiepolitisch und ökonomisch keinen Sinn, im Südwest-Staat eine kleinteilige Versorgungsstruktur mit Windrädern aufzubauen. Im konkreten Fall der Buocher Höhe kämen aber auch handfeste ökologische Gründe für eine Ablehnung hinzu. Es sei unverantwortlich, in einem dichtbesiedelten Raum wie dem Rems-Murr-Kreis ein beliebtes Naherholungsgebiet als Windkraft-Standort zu nutzen und dafür große Waldflächen zu roden.

Ein weiteres Argument sei der potenzielle Wertverlust von Immobilien in der Nachbarschaft von Windrädern. „Die Landesregierung betreibt gegenüber Immobilienbesitzern eine rücksichtslose Politik“, kritisiert Goll. Hintergrund dieses Vorwurfs ist die Antwort der grün-roten Landesregierung auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion. Die Liberalen wollten von Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid wissen, ob der Landesregierung Erkenntnisse über die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf den Wert benachbarter Immobilien und somit auf die Altersvorsorge vieler Bürgerinnen und Bürger vorliegen.

Schmid hatte auf die Anfrage lapidar geantwortet, ihm lägen keinerlei Erkenntnisse vor. „Grün-Rot will gar nicht wissen, wie stark betroffene Immobilien an Wert verlieren, weil der Landesregierung Windräder offensichtlich wichtiger sind als die berechtigten Sorgen der Haus- und Wohnungsbesitzer“, so der Verdacht von Goll, der fordert, dass die Landesregierung in dieser Frage endlich Klarheit schaffen müsse.

„Makler schätzen, dass Immobilien, die in der Nähe von Windrädern liegen, 20 bis 30 Prozent an Wert verlieren“, rechnet Goll vor. „Vor diesem Hintergrund ist es fragwürdig, in der dicht besiedelten Region Stuttgart mit ihren hohen Bauland- und Baupreisen weitere Windkraftanlagen zu bauen.“

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