Am 22.05.2019 in Winnenden-Bürg. Foto: Kiessling

Der Europakandidat der Rems-Murr-Liberalen, der Fellbacher Professor Dr. Stephan Seiter, hat bei einer Wahlkampfveranstaltung am 22.05.2019 in Winnenden-Bürg die Wählerinnen und Wähler aufgerufen, bei den Europawahlen am kommenden Sonntag die Reformkräfte der bürgerlichen Mitte zu stärken.

Am 22.05.2019 in Winnenden-Bürg. Foto: Kiessling

„Wem Werte wie Rechtsstaatlichkeit, Presse- und Meinungsfreiheit, Recht auf Eigentum, Soziale Marktwirtschaft und Frieden in Europa wichtig sind, der ist bei der FDP gut aufgehoben“, so Seiter. Nationalisten und Populisten böten keine Lösungen, sondern schürten nur Ängste und Ressentiments. „Die Orbans, Salvinis, Gaulands und Johnsons dieser Welt wollen zurück ins 19. Jahrhundert der konkurrierenden Nationalstaaten. Dieser Weg hat aber in die Katastrophe von zwei Weltkriegen geführt“, so Prof. Seiter.

„Liberale Kräfte liefern dazu den Gegenentwurf. Wir stehen für Weltoffenheit, Toleranz, Vernunft, Demokratie, Marktwirtschaft, soziale Verantwortung, Menschenrechte, Frieden und zwischenstaatliche Zusammenarbeit statt Konfrontation“, betonte der Hochschullehrer.

Die Europäische Union sei nicht perfekt, mit ihren Stärken aber ein Garant für deutsche Interessen in der Welt. „Das europäische Projekt ist ein alternativloses, auch wenn die Links- und Rechtsradikalen das Gegenteil behaupten.“

„Auf internationaler Ebene erleben wir gerade eine gefährliche Polarisierung zwischen Washington und Peking und eine völlig unberechenbare Politik Russlands. Wer glaubt, dass ein einzelner europäischer Staat in dieser Konstellation wirksam seine Interessen vertreten kann, der irrt. Insofern glaube ich wirklich, dass die EU die deutsche Unabhängigkeitserklärung gegenüber Moskau, Peking und Washington ist“, unterstrich Prof. Seiter.

Dies gelte auch für ökonomische Machtfragen. Nur ein einiges Europa sei in der Lage, große Konzerne wie beispielsweise Google, Facebook, Amazon oder Huawei an der Bildung von Monopolen zu hindern. „Das schafft kein einzelner europäischer Staat alleine“, so der Ökonom. „Eine gemeinsame europäische Wettbewerbs- und Handelspolitik liegt im deutschen Interesse.“