Der FDP-Landesvorsitzende Michael Theurer (Bildmitte) gab einen interessanten Einblick zur aktuellen politischen Situation in seinem Dialogformat „Theurerstalk am Donnerstag“ im Grunbacher Gasthof Hirsch. Links im Bild: Kreisvorsitzender Jochen Haußmann MdL und der Ortsvorsitzende des Ortsverbandes Remshalden Jürgen Schulte (rechts im Bild). Foto: Kiessling

Absage an Enteignung von Wohnungsunternehmen

Der FDP-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Michael Theurer hat im Rahmen seines Dialogformats „Theurers Talk am Donnerstag“ im Grunbacher Restaurant „Hirsch“ dazu aufgerufen, den Grünen in der Klimaschutzpolitik Paroli zu bieten. „Wir Liberale wollen keine planwirtschaftliche Bevormundungs- und Verbotspolitik wie die Grünen, sondern Innovationen, Technologieoffenheit und einen marktwirtschaftlichen Ordnungsrahmen für die Lösung ökologischer Probleme. Wir müssen unsere umweltpolitischen Positionen deutlicher machen“, so Michael Theurer.

Der FDP-Landesvorsitzende attestierte der Bundesregierung Zerfallserscheinungen und forderte die Große Koalition auf, der Wirtschaftspolitik endlich wieder höhere Priorität einzuräumen. „Mittelstand und Handwerk müssen als Rückgrat unserer Wirtschaft und Gesellschaft dringend von Bürokratie und Abgaben entlastet werden, auch deshalb, weil die Konjunktur lahmt und uns inzwischen durch Handelskrieg und Brexit eine Wachstumsdelle mit höherer Arbeitslosigkeit droht“, erklärte Michael Theurer.

Den von den Grünen und Linken geforderte Enteignung von Wohnungsunternehmen erteilte Theurer eine klare Absage. „Durch Enteignungen wird keine einzige zusätzliche Wohnung geschaffen. Die Wohnungsnot in den Ballungsräumen lässt sich nach meiner festen Überzeugung nur mit einer Erhöhung des Wohnungsangebots beheben, nicht durch alte Rezepte aus der sozialistischen Mottenkiste“, betonte Theurer. „Die liberale Antwort heißt: bauen, bauen und nochmals bauen.“

Zuvor hatte Jochen Haußmann, FDP-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter, den Mitgliedern und insbesondere Europakandidat Prof. Dr. Stephan Seiter für das große Engagement bei den Kommunal-, Regional- und Europawahlen gedankt. „Das war eine starke Teamleistung. Wir freuen uns über den großen Zuspruch der Wählerinnen und Wähler in den Kreisen, Städten und Gemeinden. Mit den Wahlergebnissen sind wir durchweg zufrieden, und auch bei der Europawahl hat Baden-Württemberg mit 6,8 Prozent das beste FDP-Ergebnis bundesweit erzielt. Das zeigt, dass den Menschen in diesen schwierigen Zeiten eine freiheitliche Stimme in den Parlamenten wichtig ist“, so Haußmann.