Lindner: „Wir wollen gestalten und eine moderne Politik“

Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner beim LIVE-Event im Remstal. Foto: Kiessling
Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner beim LIVE-Event im Remstal. Foto: Kiessling
FDP-Chef Lindner gratuliert Ulrich Theurer und Hartfrid Wolff zum Geburtstag

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat bei einem online übertragenen Wahlkampfauftritt in Kernen-Rommelshausen am 23.2.2021 dem FDP-Kreis-Ehrenvorsitzenden Ulrich Theurer und dem ehemaligen FDP-Bundestagsabgeordneten Hartfrid Wolff nachträglich zum 80. beziehungsweise 50. Geburtstag gratuliert. „Ulrich Theurer und Hartfrid Wolff haben viel für die FDP und das Gemeinwesen geleistet und sie tun dies auch nach wie vor“, betonte Lindner. „Ich wünsche beiden Persönlichkeiten alles Gute, persönliches Wohlergehen und noch viel liberale Tatkraft.“  Theurer und Wolff zeichne Bodenhaftung, Kompetenz und Bürgernähe aus. „Wir brauchen Leute vom Schlag Ulrich Theurers und Hartfrid Wolffs.“

Christian Lindner gratulierte den Geburtstagsjubilaren Hartfrid Wolff (2. von links) und Ulrich Theurer (3. von links). Foto: Kiessling

Mit Blick auf die am 14. März anstehenden Landtagswahlen erklärte Lindner, die FDP wolle ihre Regierungsbeteiligung in Rheinland-Pfalz verteidigen und in Baden-Württemberg in die Landesregierung einziehen, falls der Koalitionsvertrag eine liberale Handschrift aufweise. „Wir wollen gestalten und mitregieren, um die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in Deutschland zu verbessern. Das geht nur mit liberalen Regierungsbeteiligungen in möglichst vielen Ländern und im Bund“, betonte Lindner.  

Lindner kritisierte die Pandemie-Politik der Bundesregierung. Niemand dürfe sich an den Ausnahmezustand der Pandemie gewöhnen, so Lindner. „Wir sehen enorme wirtschaftliche und soziale Schäden. Es geht nicht nur um unsere Gesundheit, sondern auch um unsere Zukunft und unsere Freiheit. „Die Corona-Politik ist nicht alternativlos. Wir müssen hin zu klaren regionalen Stufenplänen mit konkreten Wenn-Dann-Regeln für die Menschen vor Ort“, unterstrich Lindner.

Um Unternehmen zu unterstützen, die unter der Corona-Krise leiden, plädierte Lindner für einen großzügigen steuerlichen Verlustrücktrag, Liquiditätshilfen und Bürgschaften. In der Bildung forderte Lindner ein Akut-Programm für die Förderung von Kindern und Jugendlichen, die in der Pandemie den Anschluss verloren haben. Es dürfe keine Spaltung der Gesellschaft in der Bildungsfrage geben. Die Idee der Sozialen Marktwirtschaft müsse zudem revitalisiert werden, um die wirtschaftlichen Pandemiefolgen zu überwinden. 

Jochen Haußmann, FDP/DVP-Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Schorndorf, sprach sich in der Verkehrspolitik für Technologieoffenheit aus. Wasserstoff und synthetische Brennstoffe müssten eine faire Chance erhalten. Eine einseitige Bevorzugung der batterieelektrischen Mobilität sei nicht sachgerecht und im Übrigen auch nicht ökologisch.

Julia Goll, FDP-Landtagskandidatin im Wahlkreis Waiblingen, kündigte an, sich für eine bessere Bildung in Baden-Württemberg einzusetzen. „Als fünffache Mutter weiß ich, dass es wichtig ist, dass Kinder und Jugendliche differenzierte Bildungsangebote erhalten. Die Einheitsschule ist nicht die Lösung.“

Die LIVE-Sendung vom 23.2.2021 ist weiterhin hier zu sehen.