Liberale Werte gegen Extremisten verteidigen

Dr. Wolfgang Gerhardt in Waiblingen - Foto: Kiessling

Dr. Wolfgang Gerhardt in Waiblingen – Foto: Kiessling

Prof. Dr. Ulrich Goll MdL

Prof. Dr. Ulrich Goll MdL

Vor dem Hintergrund des Erstarkens rechtsextremer und islamistischer Kräfte in Deutschland haben der FDP-Landtagsabgeordnete und ehemalige baden-württembergische Justizminister, Prof.Dr. Ulrich Goll, und der Vorstandsvorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung, Dr. Wolfgang Gerhardt, im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema “Freiheit ermöglicht Chancen” in Waiblingen dazu aufgerufen, liberale Werte wie Freiheit, Fairness, Toleranz und Chancengerechtigkeit zu verteidigen.

“Wir müssen uns immer wieder in Erinnerung rufen, dass liberale Werte die Grundlage unserer Freiheit und unseres Wohlstandes sind“, betonte Prof. Goll. Die Pegida-Bewegung und der Islamismus seien mit ihren extremen, unmenschlichen und teils verfassungsfeindlichen Bestrebungen klare Feinde der offenen Gesellschaft. “Unsere Toleranz endet naturgemäß da, wo Extremisten die Axt an die Wurzel unserer liberalen Verfassung legen. Wir müssen auf der anderen Seite verdeutlichen und darauf bestehen, dass Integration nur gelingen kann, wenn die Menschen, die zu uns kommen, unsere Werteordnung vorbehaltlos akzeptieren”, so Prof. Goll.

Freiheit sei der Inhalt, das Ziel und das unverzichtbare Herzstück der liberalen Politik, erklärte Dr. Gerhardt. Freiheit bedeute aber nicht Beliebigkeit, denn sie sei ohne Verantwortung nicht zu haben und nicht zu halten. “Unser Grundgesetz ist das Beste, was wir haben. Wie das Beispiel der Weimarer Republik jedoch zeigt, reicht eine geschriebene Verfassung allein nicht aus. Freiheit muss in politischen und wirtschaftlichen Krisen verteidigt werden”, betonte Gerhardt. Er habe manchmal den Eindruck, in Deutschland fehle die Erkenntnis, dass das Gemeinwesen von einer ausreichenden Zahl selbstbewusster Bürgerinnen und Bürgerinnen getragen werden müsse. “Der Staat kann und soll nicht alle Probleme lösen, es braucht schon das Engagement der Menschen.”

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