Kreisvorsitzender Jochen Haußmann MdL wurde Präsident des Deutschen Harmonika-Verbandes

Unser Kreisvorsitzender Jochen Haußmann wurde am Wochenende zum Präsidenten des Deutschen Harmonika-Verbandes gewählt.

Hierzu gratulieren wir herzlich!

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Deutscher Harmonika-Verband: Jochen Haußmann löst Fritz Dobler ab

Der neue Präsident setzt auf Teamarbeit

Delegiertenkonferenz verabschiedet Resolution zur Trossinger Musikhochschule

TROSSINGEN(tf) – Wechsel an der Spitze des Deutschen Harmonika-Verbandes (DHV): Bei der Delegiertenversammlung in Trossingen ist Jochen Haußmann zum neuen Präsidenten dieser bundesweit aufgestellten Musikvereinigung gewählt worden. Der 47-jährige Diplom-Betriebswirt und FDP-Landtagsabgeordnete aus Kernen im Remstal folgt Fritz Dobler nach, der dieses Amt vier Jahre innehatte. Außerdem verabschiedeten die Delegierten einstimmig eine Resolution, in der sie mit Nachdruck den Erhalt der Musikhochschule Trossingen fordern.

Der Führungswechsel im Deutschen Harmonika-Verband vollzog sich reibungslos – und einstimmig. Mit Jochen Haußmann wählten die aus ganz Deutschland angereisten Delegierten einen Mann zum Präsidenten, der nicht nur seit seinem achten Lebensjahr in die Tasten des Akkordeons greift, sondern auch über einschlägige Erfahrungen als Vorsitzender eines Akkordeonvereins verfügt. 15 Jahre lang stand er dem Akkordeonverein Rommelshausen vor. Darüber hinaus profilierte er sich als Referent bei zahlreichen Veranstaltungen und Workshops im DHV und anderen Organisationen zum Thema Vereinsführung und Vereinsmanagement.

Und Jochen Haußmann hat familiäre Wurzeln nach Trossingen: Sein Vater ist in Trossingen aufgewachsen (der Opa arbeitete auf dem Rathaus) und Haußmanns Onkel Dieter Oefinger war Direktor des Hohner-Verlags. „Da war es nahe liegend, dass man Akkordeon lernt“, blickte Haußmann auf seine Kinderzeit zurück. Nach Abitur in Waiblingen und Bundeswehr studierte Haußmann Betriebswirtschaftslehre und arbeitete anschließend in Führungspositionen verschiedener mitterlständischer Unternehmen. 2011 wurde er in den baden-württembergischen Landtag gewählt. Der neue Präsident ist verheiratet und Vater dreier Kinder im Alter von 17 bis 21 Jahren.

In seiner Antrittsrede machte Jochen Haußmann deutlich, dass ihm die Arbeit im Team besonders wichtig sei, gleichzeitig versicherte er, dass er sein Ehrenamt politisch neutral ausüben werde, was allerdings nicht bedeute, dass „man seine politischen Kontakte“ nicht nutzen werde. Die vielen erfolgreichen Aktivitäten, Veranstaltungen und Wettbewerbe, die den DHV auszeichnen, dürften aber nicht darüber hinweg täuschen. dass es eine Menge an Herausforderungen gebe. So fehle es an Leuten, die bereit seien, ein Ehrenamt zu übernehmen, also „den Karren ziehen“, andererseits litten Vereine und Orchester an „Unterjüngung“, was so viel bedeute, „dass viele mitwirken, „die schon einen hohen Grad an Reife erreicht haben“.

DelegDoblerPlastik-2Fritz Dobler, inzwischen 86 Jahre alt, renommierter Komponist, Dirigent, Musiker und Dozent am Trossinger Hohner-Konservatorium, freute sich, „dass dieser Wechsel so reibungslos gelungen ist“. In seinem Rückblick auf ein jahrzehntelanges Musikerleben zwischen Orchester- und Verbandsarbeit ließ das eine oder andere geschilderte Erlebnis die Delegierten schmunzeln. Dobler räumte abschließend ein, dass er seinem Nachfolger auch ein paar Baustellen hinterlasse: unter anderem gelte es, den Mitgliederschwund zu stoppen, außerdem müssten „neue Komponisten für unser Instrument“ gewonnen werden.

Im Zuge der weiteren Wahlen wurden fast alle bisherigen Amtsträger wieder gewählt, so auch Hedy Stark-Fussnegger, die geschäftsführende Vizepräsidentin des DHV, der seinen Sitz in Trossingen hat, sowie Schatzmeisterin Heike Braun-Staufenberger aus Trossingen-Schura.

 

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