Julia Goll: Wohnungsbau stärken statt Investoren verschrecken

Die Waiblinger Gemeinderätin und FDP-Landtagskandidatin Julia Goll lehnt das von den Grünen in die Diskussion gebrachte Verbot des Baus von Einfamilienhäusern als wohnungsbaupolitisch kontraproduktiv und als einen unzulässigen Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung ab.

 „Anstatt über Bauverbote zu diskutieren, sollten wir eher darüber nachdenken, wie mehr gebaut wird. Die Gemeinden und Kommunalparlamente, die die Bebauungspläne vor Ort aufstellen, wissen selbst, welche Wohnimmobilien vor Ort gebraucht und nachgefragt werden. Dafür brauchen Sie keine Nachhilfe von den Grünen“, erklärt Julia Goll.

Als Landtagsabgeordnete werde sie sich jedenfalls dafür einsetzen, dass die Baugenehmigungsverfahren schneller und effizienter gestaltet werden können, die Landesbauordnung von unnötigen Vorschriften entrümpelt wird und insbesondere junge Familien durch eine Senkung der Grunderwerbsteuer beim Immobilienerwerb finanziell entlastet werden.

 „Meiner Meinung nach sind drei Dinge notwendig, um die Wohnungsnot zu bekämpfen: erstens bauen, zweitens bauen und drittens bauen. Ich möchte alle Akteure, also Bauträger, Baugenossenschaften, kommunale Wohnungsbauunternehmen, Fertighausunternehmen und private Investoren dazu ermutigen, zu investieren. Unsinnige Verbotsdiskussionen führen nur dazu, dass potenzielle Investoren abgeschreckt werden“, schreibt Julia Goll den Grünen ins Stammbuch.

 Im Übrigen glaube sie, dass Menschen vernunftbegabt seien und deshalb selbst entscheiden können, ob sie ein freistehendes Einfamilienhaus, ein Reihenhaus oder eine Eigentumswohnung erwerben wollen. Der Vorschlag der Grünen, den Einfamilienhausbau mit fadenscheinigen Argumenten zu verbieten, laufe auf eine Entmündigung von Menschen hinaus, zumal es gute kommunale Praxis sei, bei der Erschließung von Wohngebieten entsprechende ökologische Ausgleichsflächen auszuweisen.

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