Jochen Haußmann MdL: Die L1115 ohne Feinbelag zu lassen wäre ein Unding

Autobahnzubringer L1115 Backnang – Mundelsheim

Jochen Haussmann MdL

Wenn das Verkehrsministerium die Landesstraße L 1115 tatsächlich ohne Feinbelag lässt, wäre das ein Unding, sagt der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Jochen Haußmann (FDP). Er will deshalb die Kritik aus dem Aspacher Gemeinderat aufgreifen und sich beim Verkehrsministerium nach dem Stand der Arbeiten erkundigen. Wenig Hoffnung kann er den L-1115-Anrainern dagegen in Sachen Weiterbau machen: „Der Verkehrsminister hat klar und deutlich gesagt, dass sich frühestens in vier Jahren etwas tut – wenn er Geld hat.“

Das Thema L1115 und deren Ausbau als Autobahnzubringer brennt der neuen Regierung nicht auf den Nägeln. Das hat sie auch schon deutlich gesagt, zitiert Jochen Haußmann aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage eines CDU-Kollegen. Dort heißt es, “der genehmigte Vorentwurf wird mit den aus dem laufenden Planfeststellungsverfahren resultierenden Änderungen für den Bauabschnitt 1, Großbottwar-Ost bis Karlshof einschließlich AS L 1118 fortgeschrieben. Der fortgeschriebene Vorentwurf wird dann dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur zur Genehmigung vorgelegt… Bis zur endgültigen Baureife sind noch verschiedene Verfahrens- und Planungsschritte erforderlich. Nach heutiger Einschätzung kann mit einem Baubeginn frühestens in etwa vier Jahren gerechnet werden. Dies setzt allerdings voraus, dass dann die erforderlichen Finanzmittel bereitgestellt werden können… Die Aufnahme weiterer Planungsschritte für den Bauabschnitt 2, AS A 81 Mundelsheim bis Großbottwar-Ost und den Bauabschnitt 3, Karlshof bis AS B 14 Backnang, ist aufgrund der finanziellen Situation im Landesstraßenbau und der Notwendigkeit eines wirtschaftlichen Personal- und Planungsmitteleinsatzes derzeit nicht möglich.“

„Mehr ist dazu leider nicht zu sagen“, sagt Jochen Haußmann, „grün-rot hat die Mehrheit und im grünen Verkehrsministerium liegen die Prioritäten nicht im Straßenbau. Wenn die Menschen für die Straße auf die Straße gehen, ist das vielleicht der einzige Weg, Bewegung in die Sache zu bringen.“ Dass er als verkehrspolitischer Sprecher Druck mache, sei selbstverständlich, er komme auch gerne zu einer Demo oder Kundgebung, wenn dies gewünscht wird.

Ein Unding sei es freilich, eine Straße abzufräsen und dann keinen Feinbelag aufzubringen: „Im Moment würde ich zugunsten der Regierung einfach mal annehmen, dass das eine witterungsbedingte Geschichte ist, denn der Sachverstand in den Straßenbaubehörden ist ja auch nach dem Regierungswechsel noch vorhanden. Ich werde mich erkundigen.“

Was die Frage nach der aktuellen Verkehrsbelastung angeht, die im Gemeinderat aufgeworfen wurde, kann er weiter helfen. „Nach den mir vorliegenden Zahlen hatten wir auf der Strecke Karlshof – Krähenbachkreuzung 2010 täglich bis zu 2.200 Lkw.“