Jochen Haussmann MdL: Beschneidung von Mädchen nicht tolerieren

Zu dpa: „Kinderschutzbund begrüßt Urteil zu Beschneidungen“

 Urteil zur Strafbarkeit der Beschneidung von Jungen verlangt Gesamtstrategie

Zur Meldung, der Kinderschutzbund Baden-Württemberg begrüße das Urteil zur Strafbarkeit der Beschneidung von Jungen, sagte der sozialpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann:

Jochen Haussmann MdL

„Die jüngste Gerichtsentscheidung zum Thema Beschneidung muss zum Anlass genommen werden, eine Gesamtstrategie zu entwerfen. Mir ist wichtig, das Thema Beschneidung von Mädchen in den Vordergrund zu rücken. Diese höchst grausamen und oftmals lebensgefährlichen Verletzungen durch die Entfernung der Klitoris berauben die Mädchen ihrer späteren sexuellen Empfindsamkeit. Ich fordere die Sozialminiserin und die Integrationsministerin auf, spätestens bis Jahresende ein schlüssiges Gesamtkonzept vorzulegen. Die Bundesratsinitiative zur Strafbarkeit von Beschneidungen ist mir bekannt. Das hilft aber auch nicht weiter, wenn die Verstümmelung bereits vorgenommen wurde. Es muss unmissverständlich klar werden, dass wir in Deutschland die Beschneidung von Mädchen nicht tolerieren. Wir brauchen ein Präventionskonzept. Daran muss sich die Landesregierung messen lassen.“

 

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