Jochen Haußmann MdL beim
1. Bürgerbahn-Tag in Tuttlingen

Am 12.11.2011 auf der Fahrt von Böblingen nach Tuttlingen. Jochen Haußmann MdL (links im Bild) mit Bahnchef Dr. Grube

Erster Bürgerbahn-Tag mit Dr. Rüdiger Grube: Große Chancen für die [wpseo]Gäubahn[/wpseo] durch Stuttgart 21

Stuttgart/Tuttlingen, 12. November 2011 – Am Samstag, 12. November 2012, fand der erste Bürgerbahn-Tag auf der Gäubahn-Strecke statt. Auf Einladung des Vereins [wpseo]ProStuttgart21 [/wpseo]fuhren rund 300 Bürger von Böblingen über Horb und Rottweil nach Tuttlingen. Mit an Bord des Sonderzuges waren der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, [wpseo]Dr. Rüdiger Grube[/wpseo], und viele Persönlichkeiten aus Politik und Bürgergesellschaft. Auf der rund zweistündigen Fahrt nutzten die Bürger die einmalige Gelegenheit direkt mit dem Bahnchef über die Gäubahn ins Gespräch zu kommen. Das wichtigste Ergebnis: Anders als von Verkehrsminister Hermann immer wieder behauptet, wird [wpseo]Stuttgart 21 [/wpseo]die geplanten Modernisierungsarbeiten an der Gäubahn nicht verzögern. “Es ist schlichtweg falsch, dass Stuttgart 21 andere Verkehrsprojekte, wie die Gäubahn, verzögert oder gar verhindert. 97 Prozent der Bundesmittel und 85 Prozent der Landesmittel fließen in andere Schienenprojekte,“ sagt Dr. Rüdiger Grube. „Einen Ausstieg aus Stuttgart 21 müsste das Land sehr teuer bezahlen. Dieses Geld fehlt dann aber bei allen anderen Projekten im Land,“ so der Bahnchef weiter. Im Anschluss an die Fahrt auf der Gäubahn fand eine Kundgebung auf dem Bahnhofsplatz in Tuttlingen statt. Hier sprachen der Landtagspräsident Guido Wolf, der CDU/CSU-Bundestags-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder, Bahnchef Dr. Rüdiger Grube, SPD-Landtagsfraktionsvorsitzender Claus Schmiedel, der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion [wpseo]Jochen Haußmann[/wpseo] und der ehemalige Baden-Württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel. Die nächsten zwei Bürgerbahn-Tage führen am 19.11. auf die Rheintalbahn und am 23.11. auf die Südbahn.

Ziel des ersten Bürgerbahn-Tags war es, die Perspektiven für die Weiterentwicklung der Gäubahn im Verbund mit Stuttgart 21 aufzuzeigen. Die Grünen im Land – allen voran Verkehrsminister Hermann – behaupten immer wieder, dass die Gelder für Stuttgart 21 andere Verkehrsprojekte im Land wie den Gäubahn-Ausbau verzögern. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: „Wenn Stuttgart 21 kommt, dann ist ein logischer nächster Schritt auch die Modernisierung der Gäubahn,“ sagt Wolfgang Heubach, Vorsitzender des lokalen Bündnisses der S21-Befürworter in Böblingen. „Wenn allerdings das Land aus Stuttgart 21 aussteigt und 1,5 Milliarden an Schadenersatz zahlen muss, wovon soll dann noch der Gäubahn-Ausbau gezahlt werden,“ so Heubach weiter. Zum Start des Bürgerbahn-Tags in Böblingen hatte Heubachs Bündis einen Empfang am Bahnhof Böblingen organisiert. Von hier startete der Sonderzug gegen 12 Uhr in Richtung Tuttlingen. Unterwegs hielt der [wpseo]Zug[/wpseo] in Horb und Rottweil, wo Bürger und Vertreter lokaler Bündnisse zustiegen. Gegen 14 Uhr endete die Fahrt in Tuttlingen, wo eine Abschlusskundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz stattfand.

[wpseo]Landtagspräsident Wolf [/wpseo]eröffnete die Kundgebung. In seinem Grußwort appellierte er an die Bürger, am 27. November auch zur Wahl zu gehen: „Es ist sehr wichtig, dass so viele Bürger wie möglich zur Wahl gehen und sich an der [wpseo]Volksabstimmung[/wpseo] beteiligen,“ so Wolf. „Nur eine klare Mehrheit wird für Ruhe und Frieden im Land sorgen,“ so der Landtagspräsident weiter. Wolf, der auch Vorsitzender der Interessengemeinschaft Gäubahn ist, betonte nochmals die Notwendigkeit des Ausbaus der Gäubahn für die Region: „Wir müssen die positive Stimmung im Land zum Ausbau der Schieneninfrastrukturen nutzen, um parallel zu Stuttgart 21 auch endlich den doppelspurigen Ausbau der Gäubahn voranzutreiben.“ Auf Wolf folgte [wpseo]Volker Kauder[/wpseo] am Rednerpult. Der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag stellte klar, dass die Chancen für den Ausbau der Gäubahn mit Stuttgart 21 massiv steigen. Er werde auf Bundesebene alles dafür tun, dass die weiteren Mittel für den Ausbau der Gäubahn schnell freigegeben werden. Claus Schmiedel, Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag Baden-Württemberg, ergänzte in seinem Statement, dass die Modernisierung der Schieneninfrastruktur im ganzen Land dringend notwendig ist und Stuttgart 21 für die Entwicklung von Baden-Württemberg darum von höchster Bedeutung ist. Jochen Haußmann, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag lenkte die Aufmerksamkeit noch einmal auf die anstehende Volksabstimmung. Er rief die Bürger auf, für Stuttgart 21 als nachhaltiges Modellprojekt zur Mobilitätsverbesserung in Baden-Württemberg zu stimmen. Mit einem klaren Nein gegen das Kündigungsgesetz könnten die Baden-Württemberger Bürger beweisen, dass das Land ein zuverlässiger Vertragspartner ist der sich an geschlossene Verträge hält. Als letzter Redner sprach der ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel. Teufel appellierte, dass das Land Baden-Württemberg den Anschluss der Schieneninfrastruktur an das 21. Jahrhundert nicht verpassen dürfe. Die Eisenbahn habe im 19. Jahrhundert die industrielle Entwicklung und den Aufschwung des Landes ermöglicht. Diese Entwicklung gilt es durch die Modernisierung der Schienen-Infrastrukturen im Land durch Projekte wie Stuttgart 21 fortzuführen. „Wir wollen nicht abgehängt werden!“ rief Teufel den Bürgern auf dem Bahnhofsplatz in Tuttlingen zu.

Bernhard Bauer, Geschäftsführer von ProStuttgart21 zeigte sich sehr zufrieden mit dem ersten Bürgerbahn-Tag. Gerade für die Bürger entlang der Gäubahn ist es nach Bauers Ansicht wichtig, die Vorteile der Kombination Gäubahn und Stuttgart 21 herauszustellen: „Stuttgart 21 und der Ausbau der Gäubahn bilden eine Symbiose des Schienenverkehrs der Zukunft, da Stuttgart 21 eine neue und hervorragende Grundlage für den [wpseo]integralen Taktverkehr[/wpseo] bildet,“ so Bauer. Die nächsten beiden Bürgerbahn-Tage führen am 19.11. auf die [wpseo]Rheintalbahn[/wpseo] und am 23.11. auf die Südbahn. Auch hier steht im Fokus den Bürgern vor Ort zu verdeutlichen, dass die Modernisierungen der jeweiligen Bahnstrecken nur mit Stuttgart 21 kommen – und jede andere Behauptung des Verkehrsministers schlichtweg falsch ist.