Themenabend zu Fluchtursachen und Klimaflüchtlinge der FDP-Ortsverbände Schorndorf und Remshalden mit dem FDP-Bundestagsabgeordneten Dr. Christoph Hoffmann in Rudersberg

MdB Hoffmann: Fluchtursachen in Afrika bekämpfen

Am 10.10.2019 in Rudersberg: (v.l.n.r.:) Der FDP-Bundestagsabgeordnete aus Südbaden Dr. Christoph Hoffmann, der FDP-Landtagsabgeordnete Jochen Haußmann, die Ortsvorsitzenden der FDP von Schorndorf Andreas Pferdt und Remshalden Jürgen Schulte. Foto: Schneider

Kriegerische Auseinandersetzungen sind die häufigsten Fluchtursachen in Afrika. Dazu kommen schlechte Regierungsführung, Diktatur, die zu Armut und ethnischen Konflikten führen. Dies wurde bei einer Veranstaltung der FDP-Ortsverbände Schorndorf und Remshalden mit dem FDP-Bundestagsabgeordneten Dr. Christoph Hoffmann am vergangenen Donnerstag, 10.10.2019 in Rudersberg deutlich.

Nach der Begrüßung durch Andreas Pferdt, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Schorndorf und dem FDP-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Jochen Haußmann beschrieb der FDP-Bundestagsabgeordnete aus Südbaden am Beispiel des zentralafrikanischen Staates Kamerun wie politische Ursachen Fluchtursachen befeuern. Neben Kamerun gibt es in Zentralafrika kriegerische Auseinandersetzungen und in der Zentralafrikanischen Republik. Deshalb seien viele Menschen von dort nach Kamerun geflohen. In Kamerun selbst gebe es über 450.000 Binnenflüchtlinge wegen bewaffneten Konflikten zwischen englisch- und französischsprachigen Bevölkerungsgruppen über 300.000 sind aus Kamerun ins benachbarte Nigeria geflohen

Deutschland müsse in der ehemaligen deutschen Kolonie Kamerun vermitteln und eine Friedensinitiative starten, forderte Hoffmann, der entwicklungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Deutschland habe einen guten Ruf in Kamerun und gewisse Einflussmöglichkeiten. „Wir müssen die Fluchtursachen vor Ort bekämpfen, aber nicht alleine, sondern multilateral mit der UNO und der EU.“ Bei der Entwicklungszusammenarbeit gelte das Prinzip Qualität vor Quantität. Schutz der Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und gute Regierungsführung in den betroffenen Ländern seien die Voraussetzungen für funktionierende Entwicklung. „Wir sollten aber Despoten gar nicht mehr unterstützen“, forderte Hoffmann. „Flucht ist keine Lösung , die Afrikaner müssen auch bereit sein, ihre eigenen Probleme zu lösen.“

Wichtig sei insbesondere, den innerafrikanischen Handel und eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung unter Beteiligung der Privatwirtschaft zu fördern. Weiterhin sei es in Afrika vordringlich, erneuerbare Energien zu etablieren. Auf dem Kontinent seien 600 Kohlekraftwerke in Planung und Bau. „Wenn diese Kraftwerke irgendwann alle ans Netz gehen, dann wäre das eine ökologische Katastrophe für die Welt“. Das allerwichtigste sei jedoch eine gute Bildung für junge Menschen. Ohne Bildung gebe es keine Lebensperspektive.