Mitgliederversammlung vom 18.11.2019
Haußmann: Technologieoffenheit statt Elektro-Hype bei Mobilität

Wiedergewählt: Wilfried Stirm (links im Bild) als Vorsitzender, Fabian Kienzle, Schatzmeister und Sabine Wilfert, Schriftführerin. Foto: Schneider

 

Die Mitglieder des FDP-Ortsverbandes haben bei ihrer Sitzung im Weingut Heid den Vorstand im Amt bestätigt. Geführt werden die Fellbacher Freidemokraten weiterhin von Wilfried Stirm (Vorsitzender) sowie Rolf Munninger und Roland Fink (stellvertretende Vorsitzende). Schriftführerin bleibt Sabine Wilfert. Als Schatzmeister fungiert auch in den nächsten zwei Jahren Fabian Kienzle. Kassenprüfer ist wieder Christian Lutz. Als neuer Kassenprüfer wurde Felix Fehrenbach gewählt.

In seinem Rechenschaftsbericht hob Wilfried Stirm die guten Wahlergebnisse hervor, die die FDP und die Listen mit FDP-Beteiligung bei der Europa-, Regional-, Kreistags- und Gemeinderatswahl erzielt hätten. „Fellbach ist nicht nur in der Region, sondern auch in Baden-Württemberg eine FDP-Hochburg. Wir profitieren von einer sachlich-konstruktiven Politik mit Bodenhaftung und der sprichwörtlichen Bürgernähe unserer gewählten Volksvertreterinnen und Volksvertretern“, betonte Stirm.

Ulrich Lenk und Stadträtin Karin Ebinger. Foto: Schneider

Kreis- und Gemeinderat Ulrich Lenk berichtete über aktuelle Entwicklungen in der Kappelbergstadt. Die Freien Wähler und Freien Demokraten bilden die stärkste Fraktion im Fellbacher Gemeinderat. Erfreulich sei, dass von elf Fellbacher Gemeinderätinnen vier Mitglied in der FW/FD-Fraktion seien. Dies sei ein großer frauenpolitischer Fortschritt. Und mit vier FDP-FW-Kreisräten aus Fellbach sei ein historischer Erfolg erzielt worden. Lenk bekannte sich zu den freiwilligen Feuerwehren in Fellbach, Schmiden und Oeffingen mit eigenständigen Abteilungen und Feuerwehrhäusern. Die 25 Millionen Euro für den Neubau des Fellbacher Feuerwehrhauses sowie für die Sanierung der Feuerwehrhäuser in Schmiden und Oeffingen seien gut investiertes Geld in bürgerschaftliches Engagement. Weiterhin sei es das Ziel, die Kinderbetreuung in der Kappelbergstadt auf einem hohem Niveau zu halten. Die Stadt gebe dafür 17 Millionen Euro pro Jahr aus.

Kreisvorsitzender Jochen Haußmann MdL. Foto: Schneider

Der FDP-Kreisvorsitzende und FDP-Landtagsabgeordnete Jochen Haußmann bedankte sich bei der Fellbacher FDP für deren Einsatz und die guten Ergebnisse bei den letzten Wahlen. „Fellbach ist so etwas wie der Fels in der Brandung für unseren FDP-Kreisverband Rems-Murr. Auch wenn uns der Wind ins Gesicht bläst, laufen die Fellbacher Liberalen meist zu Hochform auf“, unterstrich Haußmann, der die Mobilitätsinitiative der FDP-Landtagsfraktion vorstellte.

Klar sei, dass man im Verkehrssektor die Kohlendioxidemissionen reduzieren müsse, um die EU-Ziele zu erreichen. Dies gelinge aber nur mit Innovationen und Technologieoffenheit, nicht jedoch mit planwirtschaftlichen Methoden. „Ich bin überzeugt davon, dass die Hype, die um Elektrofahrzeuge gemacht wird, nicht zielführend ist. Auch Wasserstoff und synthetisch-regenerative Kraftstoffe werden meiner Einschätzung nach künftig eine wichtige Rolle spielen bei der Mobilität“, so Haußmann. Schon heute seien die Strompreise in Deutschland die höchsten in Europa. Das sei inzwischen ein gravierender Wettbewerbsnachteil für den Mittelstand und energieintensive Branchen.

Im Übrigen sei mit vernünftigen Maßstäben nicht zu verstehen, wie man wie beispielsweise die Grünen ausschließlich auf Elektromobilität setze, wenn man die objektiven Umweltschäden betrachte, die beim Abbau von Lithium in Südamerika entstünden. „Ich glaube, dass wir uns als Gesellschaft und Wirtschaft breiter bei der Antriebstechnik aufstellen müssen, um die Kohlendioxidemissionen nachhaltig zu verringern. Zweitens denke ich, dass es die effizienten Verbrennungsmotoren, insbesondere den sauberen Dieselmotor der neuen Generation, noch lange Zeit geben wird“, betonte Haußmann.