FDP Welzheim: Kritik an Windkraft-Politik

FDP diskutiert mit Bürgermeister Bernlöhr über Windkraft

Diskussion in Welzheim über die Windkraft: (v.l.n.r.: Martin Bürk, BM Bernlöhr, Harald Senges,  Jochen Haußmann MdL)

Diskussion in Welzheim über die Windkraft: (v.l.n.r.: Martin Bürk, BM Bernlöhr, Harald Senges, Jochen Haußmann MdL)

Die Mitglieder des FDP-Ortsverbandes Welzheimer Wald und der FDP-Landtagsabgeordnete Jochen Haußmann haben mit dem Welzheimer Bürgermeister Thomas Bernlöhr über die Zukunft der Windkraft in der Stadt diskutiert.

Harald Senges, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Welzheimer Wald, eröffnete die Diskussion und erkundigte sich bei Bürgermeister Bernlöhr nach dem Stand der Energiewende in der Stadt.
Bernlöhr sagte, es sei nicht seine Aufgabe als Rathauschef, die Energiewende zu bewerten. Er sei für das Genehmigungsverfahren zuständig, wenn ein Bauantrag gestellt werde. Um Welzheim vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen, müssten etwa zehn Windräder aufgestellt werden. Mit Photovoltaikanlagen allein sei dieses Ziel nicht zu erreichen. Im Moment gebe es nur die realistische Chance auf ein weiteres Windrad auf der Welzheimer Gemarkung. Es liege derzeit aber kein Baugesuch vor. Beim bereits bestehenden Windrad am Aichstruter Wasserturm dürfe nach Auskunft des Landratsamtes vorerst keine weitere Anlage gebaut werden.

Der FDP-Landtagsabgeordnete Jochen Haußmann sagte, die grün-rote Landesregierung sei mit ihrer Windkraft-Politik komplett gescheitert. Ziel der Regierung sei es, bis 2020 etwa 1200 Windräder landesweit zu bauen, um den Anteil erneuerbaren Stroms im Südwesten signifikant zu erhöhen. 2014 seien gerade einmal 7 neue Windräder in Baden-Württemberg gebaut worden.
Diese ernüchternde Bilanz habe verschiedene Gründe. So mangele es an geeigneten Standorten und an Akzeptanz in der Bevölkerung. Zum anderen seien Investoren verunsichert, da viele Windkraftanlagen nicht die erhofften Renditen brächten. Die FDP sei nicht grundsätzlich gegen die Energiewende. Man müsse aber mit Augenmaß und ohne ideologische Scheuklappen vorgehen. Die stark gestiegenen Strompreise seien für Verbraucher und die mittelständische Wirtschaft eine nicht zu unterschätzende Belastung. Aus Sicht der FDP komme es jetzt darauf an, die Speicherfähigkeit zu verbessern und Stromtrassen zu bauen, damit der Strom, der in der Nordsee mit Windrädern produziert werde, in den Süden Deutschlands geleitet werden könne.

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