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Die Umgebung hat auch gepaßt. Im traditionsreichen Gebäude des "Alten Rathauses" in Waiblingen wurde eine personelle Weichenstellung an diesem Abend vorgenommen. Die Nominierung des Bundestagskandidaten der FDP für den Wahlkreis Waiblingen. Dieser Wahlkreis ist aus liberaler Sicht ein sehr wichtiger, will man im Bund was werden. Reinhold Maier, Karl Georg Pfleiderer und Ursula Seiler-Albring sind die Vorgänger, die hier schon kandidiert haben.
Deshalb war es auch nicht verwunderlich, daß gleich drei sehr gute Kandidaten an diesem Abend antraten. Darunter auch Hartfrid Wolff, mit 30 Jahren ein neues Gesicht im Kreis. Viele hatten ihn an diesem Abend das erste Mal überhaupt gesehen. Er wurde gleich im ersten Wahlgang mit der absoluten Mehrheit der 56 Stimmberechtigten gewählt. 32 Stimmen fielen auf Wolff, 20 Stimmen auf den Waiblinger Unternehmer Albert Rieder und 5 Stimmen auf die junge Waiblinger Marie Luise Luginsland.
Auf dem letzten Kreisparteitag im Mai hat Friedrich-Wilhelm Kiel noch an die Mitglieder appelliert, daß der Kreisverband nun "junge Leute aufbauen" solle. Ob es diese Worte von Kiel waren, oder auch die gute Vorstellungsrede von Wolff, die zu diesem Erfolg führte?
Unser neuer Hoffnungsträger ist vor einem halben Jahr nach Waiblingen gezogen. Vorher wohnte er in Südbaden in Grenzach-Wiehlen. Dort ist er als engagiertes FDP-Mitglied und Junger Liberaler sehr bekannt. 12 Jahre ist er nun bei den Jungen Liberalen und hat den dortigen Ortsverband aufgebaut. Im FDP-Bezirksverband Südbaden ist er Beisitzer. Hartfrid Wolff hat bereits auch Wahlkampferfahrung. Bei der Landtagswahl war er Zweitkandidat in Südbaden.
Seine politischen Schwerpunkte sind die Integrationspolitik und die Wirtschaftspolitik. Er ist als Rechtsanwalt in Stuttgart beruflich tätig.
Für den Listenparteitag am 8. Dezember 2001 in Pforzheim räumte er am Wahlabend sich gute Chancen ein. Als junger Liberaler erhofft er sich auch die Unterstützung der Jungen Liberalen im Land.
Rieder: Will es besser machen
Albert Rieder aus Waiblingen hatte in seiner Vorstellungsrede klar gesagt, was er programmatisch tun würde, wenn er nominiert werde. Er wolle "Klartext reden, egal was es kostet". Weil er finanziell unabhängig sei, werde er auch nicht die klassische Politikerkarriere anstreben, sondern wolle was erreichen, will es "besser machen". Erfahrung habe er aus 16 Jahre Selbständigkeit und wisse, wo die Probleme der Selbständigen liegen. Rieder konnte an diesem Abend auch von einigen medienwirksamen Aktionen zum 630 DM- und Scheinselbständigengesetz aufzeigen. Sogar bei Sabine Christiansen war er zu Gast in der TV-Sendung. Ex Bundeskanzler Kohl hatte ihn als Ratgeber eingeladen. Rieder konnte auch überzeugend die Ursachen der Arbeitslosigkeit aufzeigen. Das Kündigungsschutzgesetz sei die Hauptbremse, daß in Deutschland nicht mehr eingestellt würde. Dies fand auch große Zustimmung unter den Mitgliedern. Rieder ist auch im FDP-Kreisvorstand aktiv und leitete bis nach der Landtagswahl als Vorsitzender den Ortsverband Waiblingen.
Luginsland: Powerfrau gegen zwei gestandene Männer
Alleine den Männern wollte Marie-Luise Luginsland nicht das Feld überlassen. Sie hatte als Europakandidatin im Kreis bereits einige Wahlkampferfahrung und hatte sogar Platz 6 der Landesliste erreicht. Nun will sie engagiert weitermachen. Beruflich ist sie ebenfalls eine "Powerfrau" und ist Selbständig derzeit für eine Unternehmensberatung tätig und wird Anfang nächstes Jahr für "die Firma mit Stern" arbeiten.
Wahl-Entscheidung fiel gleich im ersten Wahlgang
Auswahl ist eben gut für die innerparteiliche Demokratie. Deshalb war die Versammlung auch so gut besucht und es war auch richtig spannend. Zum Schluß war auch die Luft im Saale stickig und unser Kreisvorsitzender kam ins Schwitzen. Die Abstimmung war überraschend klar. 32 Stimmen für Wolff, 20 für Rieder und 5 Stimmen für Luginsland. Alle drei Kandidaten kamen aus Waiblingen. Deshalb fiel es auch den Waiblingern schwer, für welchen der 3 Kandidaten aus Ihrem Ortsverband sie sich entscheiden sollten.
Mit der Wahl von Hartfrid Wolff starten wir nun zuversichtlich in die Bundestagswahl 2002. Am 8. Dezember 2001 drücken wir ihm in Pforzheim bei der Aufstellung der Landesliste für die Bundestagswahl die Daumen, daß er ebenfalls brilliert und einen aussichtsreichen Listenplatz erhalten kann.
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