Bundestagswahl: 8,68% im Wahlkreis Waiblingen / 7,1% in BK-Schw.Gmünd




Hartfrid Wolff enttäuscht im Grunbacher "Hirsch".
Bei den Erststimmen konnte er 1,9% zulegen, aber der Bundestrend
war die Ursache, daß es ihm nicht in den Bundestag gereicht hat.

Grunbach 22.09.02 (22:00 Uhr) - Auf der Wahlparty im Grunbacher "Hirsch" kam keine richtige Stimmung auf. Als die ersten Progrnosen kamen, waren die Liberalen im Saal nach dem Super-Wahlkampf nun doch enttäuscht.


Rund 7,5% der Stimmen im Bund für die FDP waren doch deutlich unter den Erwartungen gelegen. Hartfrid Wolff mit dem Landeslistenplatz 9 hatte sehr gute Chancen in den Bundestag einzuziehen. 8,5% hätte die FDP gebraucht im Bund, dann hätte es vermutlich gereicht.

Gegen 20.00 Uhr war es dann klar und Hartfrid Wolff sprach vor den rund 100 anwesenden Gästen, daß er es nicht geschafft hat. Unser Landtagsabgeordneter Jürgen Hofer lobte Wolff, er habe hier im Kreisverband einen "Super-Wahlkampf" gemacht und dankte gleichzeitig bei starkem Beifall Wolff für seinen überragenden Einsatz.

Das Ergebnis im Wahlkreis Waiblingen ergab für die FDP ein Erststimmenergebnis von 5,94% und bei den Zweitstimmen 8,68%. Bei den Erststimmen legten wir im Vergleich zu 1998 um 1,9% zu, bei den Zweitstimmen verloren wir 1,9%.

Im Wahlkreis Backnang-Schwäbisch Gmünd erzielten wir ein Erststimmenergebnis von 5,5% (+0,3%) und 7,1% (-1,3%).

Kreisvorsitzender Brehmer: "Fehlende Koalitionsaussage hat geschadet"

Der FDP-Kreisvorsitzende Jörg Brehmer sagte am Abend, daß die fehlende Koalitionsaussage ein Grund für das schlechte Abschneiden der FDP war. Rot-Grün habe "billige Versprechungen mit unhaltbaren einfachen Friedensparolen in Wählerstimmen ummünzen können."

Die FDP hat im Rems-Murr-Kreis insgesamt ein überdurchschnittliches Wahlergebnis erzielt, dabei werden die Liberalen bei den Kommunalwahlen aufbauen, so Brehmer. Er dankte den beiden Bundestagskandidaten Gunnar Stuhlmann und Hartfrid Wolff für ihren tatkräftigen Einsatz und dankte im Namen des ganzen Kreisverbandes.


Der Montag wird für den FDP-Bundesvorstand mit einem "Abend der langen Spaten" enden. Man wird entscheiden müssen, ob man Jürgen W. Möllemann "erster oder zweiter Klasse beerdigt."



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